Rhythmisch-musikalische Erziehung

Das Rhythmikangebot ist in das Konzept des Kindergartenalltags eingefasst und möchte neben der Freude an Musik und Bewegung die Förderung der sensorischen, motorischen, sozial-emotionalen, ästhetischen, kognitiven, sprachlichen und mathematischen  Entwicklungsbereiche anstreben.

Die Kinder werden aktiv in die Gestaltung einer Rhythmikstunde einbezogen. Der spielerische Umgang mit Instrumenten, Tönen, Klängen und Geräuschen, der Sprache und der Stimme, die Bewegung des Körpers und der Einsatz verschiedener Materialien verschaffen ihnen vielfältige Lern- und Erfahrungsebenen.

Lieder, Verse, Reime und Tänze sind dabei wesentliche Bestandteile der Rhythmikstunden.

Rhythmik spricht ganz besonders die eigene Ausdrucksfähigkeit an. Sie schult die Kinder in ihrer Körperwahrnehmung, stärkt die sozialen Kompetenzen und unterstützt die Persönlichkeitsentwicklung. Alle Sinnesbereiche werden intensiv angesprochen, besonders in den Bereichen der Aufmerksamkeit und der Konzentrations- und Merkfähigkeit. Im Gehirn werden neue Vernetzungen angelegt. Bei der Gestaltung einer Rhythmikeinheit werden Situationen geschaffen, in denen die Kinder ihre Stärken entdecken und Unsicherheiten überwinden können.

 Die Rhythmik wurde von dem Schweizer Komponisten und Musikpädagogen Emile – Jaques Dalcroze als körperorientierte Musikpädagogik entwickelt.

Seine Art Musikunterricht abzuhalten brachte die Kinder zum Lernen und zu positiven Entwicklungsreizen. Konzentration, differenziertes Hören und Zuhören und ein verbessertes Körperbewusstsein waren die Folge. Sie entwickelten soziale Kompetenzen und Gruppenfähigkeit.

Die Methode fand viele Anhänger und erhielt besondere Bedeutung in Schulen, Therapiezentren und Kindertagesstätten.

Auch in unserer Einrichtung ist Rhythmik ein Bestandteil von Bildungsprozessen.

Das Angebot:

Eine Gruppe von 6 – 10 Kindern trifft sich mit der Erzieherin im Bewegungsraum der Tagesstätte.

Sie sitzen in Kreisform und mithilfe eines bestimmten Rituals ( Begrüßung ), wird der Einstieg in die Rhythmikeinheit geschaffen.

Wichtig ist dann das Selbsterproben mit Materialien, wie Tücher, Tanzbänder, Bälle, Seile, Reifen, Naturmaterialien ( Blätter, Kastanien, Nüsse… ). Hier kommt es nicht darauf an, so viele Erfahrungen, wie möglich zu machen, sondern die Aufmerksamkeit einer Sache zu widmen. Daher wird immer nur ein Thema/Gegenstand zum Mittelpunkt ausgewählt.

Die Kinder lernen Begriffe, Beschaffenheiten, Veränderungen und machen Erfahrungen mit Raum und Bewegung. Sie experimentieren mit Tönen, Klängen und Geräuschen, mit Instrumenten, Sprache und Stimme. Dabei wird besonders auf die Eigenständigkeit, die Kreativität und die persönliche Gestaltungskraft jedes Kindes geachtet.

Danach wird das Zusammenspiel in der Kleingruppe erprobt, wobei die Kinder Partnerschaft und Toleranz kennenlernen.

Mit einem gemeinsamen Spiel und einer Verabschiedung endet die Rhythmikstunde.