Zwischen Narrenkappe und dem Weinwunder von Kana

Januar. Das Fest der heiligen drei Könige liegt hinter uns und im Kirchenkalender ist irgendwas von Epiphanias zu lesen. Epiphanias – was ist das überhaupt? Patricia weiß Bescheid: Epiphanias ist ein altes Kirchenfest, das in Vergessenheit geraten ist. Wie wäre es also, wenn wir dieses Kirchenfest mit den Kindern bei der Kinderkirche aufleben lassen? Bei der weiteren Recherche stellen wir fest: Das Epiphaniasfest erinnert an drei alte Feste: Heilige drei Könige, die Verklärung Jesu und an das Weinwunder von Kana. Dazu kommt noch, dass wir uns kurz vor Karneval befinden. Genug Stoff also, um daraus eine schöne Kinderkirche zu gestalten. Zuerst sprechen wir mit den Kindern über das Weinwunder von Kana. Jesus hat schon tolle Kräfte: Er verwandelte Wasser in Wein! Und dann schauen wir noch, wie Karneval eigentlich entstanden ist. Und worauf kann man in der Fastenzeit so alles verzichten? Ute hat die Idee, Hüte zu basteln. Die behüten einen nicht nur in der Faschingszeit richtig gut. Die Farben für die Hüte stellen wir aus Naturprodukten her: Spinat färbt grün bis blau; Rotkohl macht Papier und Stoff rot bis lila und die Schale der Zwiebel färbt braun bis gelb. Ein buntes und gut riechendes Experiment: Der ganze Bastelkeller ist erfüllt vom Geruch nach Kohl, Natron und Essig. Zum Abschluss wird bei fröhlicher Musik getanzt und in Anlehnung an das Weinwunder von Kana hat sich bei uns die Apfelschorle in Traubenschorle gewandelt.

In der Kirchentür. Die Kinderkirche neigt sich dem Ende entgegen und ich bin auf dem Weg, die immer noch mit Farbe beschmierten Hände zu waschen. Ein kleines Mädchen kommt mir entgegen und nimmt mich fest in den Arm. „Danke,“ sagt sie. „Wofür?“ frage ich als ich ihre Umarmung erwidere. „Dafür, dass Ihr das hier für uns macht“.